Die neue S-Bahn Rheinland
Das 1:1-Modell bietet einen realistischen Einblick in die innovativen Fahrzeuge
Mit dem „Design Freeze“ und der Präsentation des begehbaren Modells der S-Bahn Rheinland wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zur nächsten Generation des regionalen Schienenverkehrs erreicht. Die neue S-Bahn-Fahrzeugflotte vereint modernes Design, hohen Komfort, umfassende Barrierefreiheit und innovative Fahrgastinformation. Gleichzeitig steht das Projekt für die enge Zusammenarbeit von Aufgabenträgern, Industrie und Politik sowie für langfristige Investitionen in ein attraktives, leistungsfähiges und zukunftsfähiges Mobilitätsangebot im Rheinland.
Die S-Bahn Rheinland nimmt Gestalt an
Mit der Festlegung des Fahrzeugdesigns hat das Projekt Ende 2025 ein elementares Zwischenziel erreicht. Vertreter*innen von go.Rheinland, dem Fahrzeughersteller Alstom und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Juniorpartner des Mega-Auftrags haben gemeinsam mit Designexpertinnen und -experten der Firma Neomind die Gestaltungsmerkmale der künftigen Fahrzeugflotte verbindlich beschlossen. Mit dem sogenannten „Design Freeze“ wurden die Formgebung der Fahrzeuge innen und außen sowie die Farb- und Materialienkonzepte festgelegt. Die Projektpartner haben somit zentrale Voraussetzungen für die weitere Konstruktion und spätere Fertigung der neuen Fahrzeugflotte geschaffen.
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„Ziel war es, Fahrzeuge für den Ballungsraumverkehr zu entwickeln, die Komfort, Barrierefreiheit, moderne Fahrgastinformation und eine effiziente Passagierlenkung optimal miteinander verbinden. Berücksichtigt wurden dabei sämtliche Nutzungsbereiche – von den Einstiegszonen über Mehrzweckflächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle bis hin zu Sitzbereichen und Komfortstehplätzen.“
Besonderes Augenmerk galt bei der äußeren Gestaltung der Entwicklung einer eigenständigen Identität für die neue S-Bahn Rheinland. Mit der Außenfarbe „Rheinsand“ entstand eine unverwechselbare Gestaltung mit klarem Regionalbezug. Umfangreiche Bemusterungen unter verschiedenen Bedingungen sicherten eine gute Farbwirkung und hohe Wiedererkennbarkeit. Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch ein durchgehendes LED-Leuchtband auf der Fahrzeugseite zur schnellen Linienerkennung.
Auch der Innenraum wurde konsequent auf die Bedürfnisse der Fahrgäste ausgerichtet. In verschiedenen Workshops wurden Sitzkonzepte, Stoffe und Polsterungen hinsichtlich des Komforts und der Funktionalität geprüft. Die ausgewählten Sitze bieten hohe Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzungsanforderungen. Materialien, Bodenbeläge und Farben schaffen zudem ein modernes und einladendes Ambiente.
Ein weiteres Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. So hebt ein entsprechender Bodenbelag und die Farbgestaltung die Einstiegsbereiche hervor. Bedienelemente, Notfalleinrichtungen und Sprechstellen wurden funktional integriert. Zusätzlich verfügen die jeweils ersten und letzten beiden Türen über eine Spaltüberbrückung, die einen komfortablen und sicheren Ein- und Ausstieg an 96 Zentimeter hohen Bahnsteigkanten unterstützt. Das Fahrzeug ist zudem im Innenraum vollständig ebenerdig ausgeführt und die Gangbreite beträgt an keiner Stelle weniger als 800 Millimeter. Die Ausstattung unterstützt die Orientierung und die komfortable Nutzung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und erfüllt alle geltenden Anforderungen.
Das Ergebnis des „Design Freeze“ wurde in einem Messemodell der neuen S-Bahn im Maßstab 1:20 festgehalten. Es bildet alle zentralen Designelemente ab und vermittelt einen realistischen Eindruck des späteren Fahrzeugs.
Bühne frei für das erste Eins-zu-eins-Modell der S-Bahn Rheinland
Einen besonderen Höhepunkt stellte Anfang September 2026 die Präsentation des begehbaren Modells der neuen S-Bahn Rheinland im Maßstab 1:1 dar. Das rund 30 Meter lange Modell umfasst einen Endwagen, einen Wagenübergang sowie einen Teil eines Mittelwagens und vermittelt erstmals einen realitätsnahen Eindruck des künftigen Fahrzeugs. Auch der Fahrzeugführerraum ist vollständig dargestellt.
Im Rahmen einer exklusiven Präsentation in Kerpen erhielten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verkehrsbranche sowie weitere Partner die Gelegenheit, die neue Fahrzeuggeneration aus nächster Nähe kennenzulernen. Neben Einblicken in die Entwicklungsgeschichte des Projekts standen geführte Rundgänge durch das Modell und der Austausch mit den Projektverantwortlichen von go.Rheinland, VRR und Alstom im Mittelpunkt.
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„Dass die öffentliche Vorstellung dieses Modells bewusst im Rheinland stattgefunden hat, ist ein starkes Signal. Es macht deutlich, wie eng Aufgabenträger, Industrie und Politik in Nordrhein-Westfalen zusammenarbeiten, um den Schienenpersonennahverkehr zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Zugleich unterstreicht es unseren gemeinsamen Anspruch, die Mobilitätswende mit modernen, attraktiven und nachhaltigen Fahrzeugen aktiv voranzutreiben.“
Nach der Veranstaltung reiste das Modell zur internationalen Leitmesse InnoTrans in Berlin weiter, um dort als Messehighlight einem internationalen Fachpublikum präsentiert zu werden. Nach seiner Rückkehr aus der Bundeshauptstadt ist es nun für drei Jahre in Kerpen für verschiedene Zielgruppen zugänglich.