Nächster Halt: Zukunft
Die Regiotram nimmt weiter Gestalt an
Mit der Regiotram entsteht ein neues Mobilitätsangebot für die StädteRegion Aachen. Nachdem die Grundlagenermittlung Ende 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde, befindet sich das Projekt in der Vorplanung. Parallel werden mögliche Streckenerweiterungen untersucht und die organisatorischen Voraussetzungen für die nächsten Planungsschritte geschaffen. Die Regiotram wird damit Schritt für Schritt konkreter.
Von der Idee zur konkreten Trasse
Im November 2025 konnte ein wichtiger Meilenstein erreicht werden: Die Grundlagenermittlung für die Stammstrecke zwischen Aachen und Baesweiler sowie den Streckenast nach Würselen-Merzbrück wurde abgeschlossen. Dabei wurden unter anderem die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie überprüft, bestehende Infrastruktur erfasst und technische Rahmenbedingungen für die weitere Planung definiert.
Seitdem arbeiten die beauftragten Ingenieurbüros an der Vorplanung. Im Mittelpunkt stehen derzeit die Entwicklung und Bewertung verschiedener Trassenvarianten. Ziel ist es, für die einzelnen Streckenabschnitte die jeweils beste Lösung zu identifizieren und eine Vorzugsvariante festzulegen. Vermessungen, Verkehrszählungen, Variantenuntersuchungen und Abstimmungen mit den beteiligten Kommunen bilden dafür die Grundlage.
Gemeinsam planen für die Region
Die Regiotram ist eines der größten Infrastrukturprojekte der Region und erfordert die enge Zusammenarbeit zahlreicher Partner. Neben den Kommunen Aachen, Alsdorf, Baesweiler und Würselen sowie der StädteRegion Aachen sind unter anderem Infrastrukturbetreiber, Genehmigungsbehörden, Fördermittelgeber und Interessenvertretungen in den Planungsprozess eingebunden.
Parallel zur technischen Planung wird auch der Dialog mit Öffentlichkeit und Stakeholdern fortgeführt. Informationsveranstaltungen, Beteiligungsformate sowie digitale Angebote wie der Projekt-Atlas ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, sich frühzeitig über den aktuellen Planungsstand zu informieren und ihre Perspektiven einzubringen. So gab zum Beispiel ein Infomarkt am 2. Dezember 2025 im Depot in Aachen Raum für Einblicke in den aktuellen Stand des Projekts und Austausch mit Experten und Verantwortlichen.
Potenzial für weitere Strecken
Auch über die bisher geplanten Strecken hinaus wird bereits in die Zukunft gedacht. Eine Machbarkeitsstudie zur Nordverlängerung von Baesweiler bis zum Bahnhof Übach-Palenberg kommt zu einem positiven Ergebnis. Zudem wird derzeit untersucht, ob der Ast nach Würselen-Merzbrück perspektivisch bis zum Eschweiler Talbahnhof verlängert werden kann.
Diese Untersuchungen zeigen, welches Entwicklungspotenzial die Regiotram für die gesamte Region besitzt und wie sie bestehende Mobilitätsangebote künftig noch besser verknüpfen kann.
Neue Strukturen für die nächsten Schritte
Mit dem Fortschreiten der Planung werden auch die organisatorischen Strukturen weiterentwickelt. Ende 2025 wurde die Regiotram Aachen Planungs- und Infrastrukturgesellschaft gegründet. Sie soll künftig die Verantwortung für die weitere Umsetzung des Projekts übernehmen und die Voraussetzungen für die folgenden Planungs- und Realisierungsphasen schaffen.
Blick nach vorn
Die Vorplanung soll bis Mitte 2027 abgeschlossen werden. Bis dahin stehen die Auswahl einer Vorzugsvariante, vertiefende Planungen sowie weitere Abstimmungen mit Politik, Fachbehörden und Öffentlichkeit auf dem Programm. Mit jedem Planungsschritt nimmt die Regiotram damit weiter Gestalt an – als neues Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität in der StädteRegion Aachen.